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Reiseführer für Kea
Allgemeines über Kea
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Kea ist besonders für Besucher geeignet, die das ursprüngliche Griechenland erleben möchten und sich den Strand nicht mit unmengen Pauschaltouristen teilen möchten. Den Griechen ist Kea oftmals eher unter dem Namen Tzia (Betonung auf dem "a") bekannt. Kea ist die nördlichste Insel der Westlichen Kykladen und liegt zwischen Euböa und Kythnos, mehr oder weniger gegenüber von Attika.
Die Insel ist gebirgig mit einer höchsten Erhebung von 567 m. Viele fruchtbare Täler zieren die Insel. Es wird reichlich Wein, Obst und Getreide angebaut. Ein Großteil der Natur ist unberührt, wenn auch nicht immer leicht zu erreichen. Nehmt euch die Zeit, über die kleinen Fußwege durch die Natur zu wandern.
Um die Insel herum gibt es jede menge kleinere Buchten, Halbinseln und Steilhänge. Die Agios Nikolaos Bucht auf der Nordwestseite, in der auch Korissia, der Fährhafen von Kea liegt, ist einer der sichersten Naturhäfen der Ägäis. Hauptort von Kea ist Ioulis im Inselinneren, 6 km vom Hafen entfernt. Es lohnt sich, den Hauptort Ioulis oder einfach "Chora" - wie die Inselgriechen allgemein ihre Hauptstädte nennen - zu besuchen. Ioulis liegt an der gleichen Stelle wie einst die antike Stadt und ist in der Gegenwart ein malerisches Dorf mit weißen, zweistöckigen, allerdings ziegelgedeckten Häusern, die sich schutzsuchend an die umliegenden Hügel anlehnen, gewundene Treppengässchen und kunstvoll verzierten Kirchen. Auf Kea gab es vier antike Städte, von denen jedoch nur noch Reste erhalten sind. Verschiedene Ausgrabungsfunde aus der Bronzezeit wurden von der ganzen Insel zusammengetragen und sind im Museum von Chora, einem klassizistischen Bau aus dem Jahre 1902, ausgestellt. Über die ganze Insel verstreut liegen Windmühlen, Kapellen und Klöster. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Rathaus, die venezianische Burg (großartige Aussicht bis hin nach Attika), sowie der "Löwe von Kea", eine gigantische, im sechsten Jahrhundert vor Christus aus dem Schieferfels gemeißelte Skulptur. Die große Bucht von Kountouros mit der gleichnamigen Siedlung bietet dem Besucher alle denkbaren Urlaubsannehmlichkeiten. Interessante Kirchen sind Ag. Marina (Kirchenfeiertag 17. Juli) nördlich von Poisses und Panagia Kastriani = Inselschutzheilige im Nordosten, 16 km von Ioulis. Während Ag. Marina durch die einfache Kykladenarchitektur beeindruckt, ist es bei Panagia Kastriani die besondere Lage auf einem hohen Felsvorsprung mit der Aussicht über die weite Ägäis, die den Besucher überrascht und bannt. |
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Die Fähre nach Kea ist über den Hafen Lavrion täglich zu erreichen, die Überfahrt dauert ca.1 Std. Auch über Syros-Kythnos kommt man nach Kea. Das Hafenamt Lavrion gibt Auskunft über die Fährzeiten. Mit dem Auto Über die Autobahn "Attiki Odos" gelangen Sie mühelos nach Lavrion, aber auch über die wunderschöne Küstenstrasse Athen-Sounion ( Leoforos Posidonos ). Vom Bahnhof "Larissis" Gegenüber vom Bahnhof befindet sich die Metro-Station. Mit der Metro fahren Sie bis zum Omonia-Platz. Dort nehmen Sie den Zug Richtung Kifissia und steigen an der ersten Station wieder aus (Viktorias). Nach ca. 100m Fussweg erreichen Sie die Haltestelle (Pedion tou Areos) der Regionalbusse KTEL. Abfahrt jede halbe Stunde, Info: Tel. 210 8230179, 210 8213203. Vom Flughafen "El.Venizelos" Ab Flughafen mit Zubringerbus nach Lavrion über Markopoulon Attikis ( Info unter Tel. 22990-40738 ). Von Athen ( Omonia-Platz) Vom Omonia-Platz nehmen Sie den Zug bis zur Station "Viktoria". Nach ca. 100m Fussweg erreichen Sie die Haltestelle (Pedion tou Areos) der Regionalbusse KTEL. Abfahrt jede halbe Stunde, Info: Tel. 210 8230179, 210 8213203. Vom Hafen Piräus Mit dem Zug fahren Sie bis zur Station "Viktoria". Nach ca. 100m Fussweg erreichen Sie die Haltestelle (Pedion tou Areos) der Regionalbusse KTEL. Abfahrt jede halbe Stunde. Verkehrsmittel Bei der Ankunft erwarten Sie Busse und Taxi. Dies sind die Hauptverkehrsmittel der Insel. Sie können aber auch ein Auto oder Moped mieten. |
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| Kea ist eine Insel, die nicht auf den ersten Blick ihren Reichtum an Flora preisgibt. Der Sommerurlauber genießt vor allem die wunderschönen Strände und sieht möglicherweise kaum die Eichenwälder (Quercus ithaburensis, ssb. macrolepis), die große Flächen im Inland der Insel bedecken. Am Strand finden wir die unter Naturschutz stehende Wasser-Lillie (Pancratium maritimum). Campanula reiseri ist eine weitere unter Naturschutz stehende und sehr seltene Pflanze Griechenlands. Auf Kea finden wir 16 von 1300 Pflanzen, die nur in Griechenland wachsen. Von den 16 einheimischen Pflanzen Keas wurden 5 als seltene charakterisiert. Gemäß der Berner Konvention gehört Fritillaria graeca zu den streng unter Naturschutz stehenden Pflanzen. Dieses Gesetz wurde vom Europäischen Rat zur Erhaltung des europäischen wilden Lebens und der natürlichen Ökotopen unterzeichnet. Die südöstliche Seite Keas wurde in das Programm NATURA 2000 eingeschlossen. Vorwiegend finden wir hier Stäucher und Büsche in großer Vielfalt (Sarcopoterium spinosum, Centaurea spinosa). An Gestein finden wir vorwiegend Schiefer. Die Bäche führen nur periodisch Wasser. Den Meeresgrund schmücken große Flächen Vegetation (Posidoniases). EicheAuf Kea gibt es einige der wenigen Wälder der Königlichen Eiche, die man in der Ägäis noch finden kann. Die Eiche wächst im Inland Keas und auf der östlichen Seite. In früheren Jahren, als noch Gerberei betrieben wurde, garantierte die Eiche den Bewohnern ein gutes Einkommen. Die Frucht der Eiche, die “Hamada”, wure von Juli bis September gesammelt. Dann wurde sie zum Trocknen auf eine Steinfläche gelegt. In allen Gegenden mit Eichenwäldern wurden große Öfen für die Verarbeitung errichtet. In Zusammenarbeit mit dem Forstamt wurden die Öfen gebaut, der Verbrennungsprozess kontrolliert, die Produktion des Endproduktes und der Transport überwacht. Dann verkauften die Händler das Gerbemittel in die Gerbereien Europas. Diese Aktivität hatte zur Folge, daß große Teile des Eichenwaldes zerstört wurden. Heute werden die Wälder streng überwacht. Nach dem Krieg ersetzten chemische Produkte diesen Rohstoff und heute bietet der Eichenbaum nur noch Schatten. Ausser der Eiche aber erwirtschaftete Kea große Erfolge mit der Produktion und dem Handel der Holzkohle. Die Blumenpracht KeasEinheimische Pflanzen der Kykladen und ganz Griechenlands, wilde Orchideen,unzählige pharmazeutische Kräuter, aromatische Sträucher, vielfarbige Lichinen, uralte Kastanienbäume und „Fides“ (Juniperus phoenicea), „Kokoretsies“ (Pistacia terebinthus), „Koutsoupies“ (Cercis siliquastrum), Krokus, Iris, Campanula, Anemonen, Wildrosen, Wilde Gladiolen u.v.a. geben ein Bild einmaliger Schönheit und bleiben dem Besucher in Erinnerung. |
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Das NeujahrsfestAm letzten Nachmittag des Jahres veranstaltet der Kulturverein Keas einen Rundgang von Haus zu Haus. Singend und von den traditionellen Musikinstrumenten „Tsambouna“ und „Tumpi“ begleitet, verabschiedet man sich von dem Jahr und begrüsst das kommende. KarnevalZur Faschingszeit finden viele Veranstaltungen für Groß und Klein statt. Die Feierlichkeiten erreichen ihren Höhepunkt am letzten Karnevalstag mit einem großen Umzug durch die Hauptstadt Ioulis. Die Gemeinde Keas bietet den Besuchern Wein, Suvlaki und Milchreis an. Das religiöse Fest zur Feier des Aghios HaralambosMit großer Feierlichkeit und tiefer Religiösität wird der Tag des Beschützers Keas, Aghios Haralambos, gefeiert. Jedes Jahr, am ersten Sonntag nach der Feier des Aghios Haralambos, organisiert der Verein der Keaner ein großes Fest zu Gunsten des Beschützers. Dieser Gottesdienst wird in der Kirche des Hlg. Dimitrios in Neo Faliro gehalten. Nach dem Gottesdienst versammeln sich die Teilnehmer in einem Lokal, wo der traditionelle Neujahrskuchen angeschnitten wird. Anwesend ist auch der jeweilige Bürgermeister, der eine kurze Rede über Gemeindefragen hält. Das MärchenfestivalIn den letzten Jahren hat das Märchenfestival solch großen Anklang gefunden, dass es auch in Zukunft stattfinden wird. Zwischen dem 19. August und dem 4. September finden diverse Wanderungen zu bestimmten Fleckchen wie Lichtungen, Felsen und mystisch anmutenden Fels- oder Baumformationen statt, und es werden traditionelle Märchen zur jeweiligen Gegend erzählt. Leider, wenn auch nachvollziehbar, nicht auf Deutsch. |
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Die Geschichte von Kea ist von besonderem Interesse, da die Ausgrabungen auf der kleinen Halbinsel Ag. Irini bei Vourkari zeigen, dass die Insel seit dem Neolithikum bewohnt war.
Weitere Informationen zur Geschichte Keas finden Sie hier. |
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Unterkunftsmöglichkeiten aller Güte- und Preisklassen sind in Korissia, Ioulis, Otzias (5,5 km vom Hafen), Kountouros (23 km vom Hafen), Vourkari (2 km vom Hafen) und Poisses (18 km vom Hafen) zu haben. In Poisses wird ein Campingplatz betrieben. Segler finden in den zahlreichen abgelegenen Buchten ideale Ankermöglichkeiten. Da ich bei meiner Reiseplanung wenig Informationen über Unterkünfte auf Kea im Internet gefunden habe, habe ich einige vor Ort besucht um mir ein Bild zu machen und sie Ihnen zugänglich zu machen. Details mit Bildern und Kontakt Informationen zu einzelnen Unterkünften habe ich auf meiner privaten Webseite unter Ferienwohnungen auf Kea veröffentlicht. |
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Fähragenturen
Busse
Taxi
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